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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Guido Westerwelle im SPIEGEL-Interview Über Stile am Beginn des 3. Jahrtausends und … unsere politische Kompetenz zu verbreitern … 23. Dezember 2005. Fragen von Petra Bornhöft und Jan Fleischhauer: Frage: Herr Westerwelle, Sie
führen mit dem Sozialisten Gregor Gysi und der Grünen Renate Künast die
Opposition an. Wie fühlen Sie sich in dieser Nachbarschaft? Westerwelle: Ganz ordentlich.
Wir sind politische Gegner, aber das heißt nicht, daß ich mein eigentliches
Ziel aus den Augen verliere, mich offensiv mit der Regierung
auseinanderzusetzen. Wir wollen Schwarz-Rot kontrollieren und antreiben, und,
gemessen an den Größenverhältnissen zwischen Opposition und Großer Koalition,
sind wir gar nicht so unerfolgreich. Frage: So viel war davon noch
nicht zu merken. Westerwelle: Gleich am Anfang
mußte die Regierung davon Abstand nehmen, vorsätzlich einen
verfassungswidrigen Haushalt vorzulegen. Und wer hätte gedacht, daß die FDP
der Regierung schon in der dritten Sitzungswoche eine echte
Abstimmungsniederlage beibringen würde, indem sie den Vizekanzler
herbeizitieren läßt. Das zeigt: David ist gegen Goliath nicht chancenlos. Frage: Das klingt so, als ob
Sie nichts lieber täten, als gegen die Regierung zu opponieren. Dürfen wir
Sie daran erinnern, daß Sie noch vor wenigen Wochen schwankten, ob sie Innen-
oder doch besser Justizminister werden sollten? Westerwelle: Mit Verlaub: Sie
hätten dieses Interview mit mir als Vizekanzler führen können, wenn ich
bereit gewesen wäre, alle Wahlversprechen der FDP in den Papierkorb zu werfen
und mit den Herren Schröder und Fischer eine Ampel zu machen. Was uns die Sozialdemokraten
und die Grünen alles an Posten und Pöstchen zugestanden hätten, ist
bemerkenswert. Aber wir haben zu unserem Wort gestanden. Frage: Franz Müntefering hat
gesagt: „Opposition ist Mist“. Westerwelle: Auf diesem Mist
gedeiht die FDP in den letzten Jahren jedenfalls ganz kräftig. Frage: Wie sehr eine Große
Koalition die Gewichte im parlamentarischen Alltag verschiebt, hat gerade die
CIA-Affäre um die Verschleppung des Deutsch-Libanesen el-Masri gezeigt. In
allen Ausschüssen, die mit der Aufklärung befaßt sind, dominieren SPD und Union,
und deren Aufklärungsinteresse ist sehr gebremst. Westerwelle: Das wird uns
nicht davon abhalten, nachzusetzen. Wir sind einem Untersuchungsausschuß
näher als noch als vor zehn Tagen. Denn einerseits sind wichtige Fragen
beantwortet worden, zum Beispiel durch eine unerwartet offene Erklärung des
Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble im Bundestag, andererseits gibt es
eine Fülle weiterer Fragen: Inwieweit waren deutsche Beamte mindestens
fahrlässig an der Verschleppung des deutschen Staatsangehörigen el-Masri
beteiligt? Wie weit haben sich deutsche Beamte an rechtswidrigen
Vernehmungsmethoden in Guantanamo oder in einem syrischen Foltergefängnis
beteiligt? Darüber wird die FDP im Januar in den Ausschüssen Auskunft
verlangen. Das Jahr ist zu Ende, die CIA-Affäre ist es nicht. Frage: Werden Sie auf einen
Untersuchungsausschuß bestehen? Westerwelle: Darüber werden
wir in der zweiten Januarhälfte entscheiden. Der Untersuchungsausschuß ist ja
nicht ein beliebiges Instrument des Parlaments, auch nicht der Opposition,
sondern seine Einsetzung ist die Ultima Ratio. Falls wir den Eindruck
gewinnen, daß die Regierung mauert, werden wir uns dieses Mittels bedienen
müssen. Frage: Der ehemalige
Kanzleramtsminister und neue Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich
vergangene Woche im Bundestag ausführlich zu seiner Rolle erklärt. Sie haben
Zweifel an seiner Darstellung, dass er erst jetzt in aller Deutlichkeit von
der Verschleppung erfahren habe? Westerwelle: Am Anfang sah es
so aus, als ob Herr Steinmeier mit dem Fall el-Masri nur am Rande befaßt war,
in seiner Rolle als Koordinator der Geheimdienste. Dann haben wir erfahren,
daß der damalige Innenminister Otto Schily durch die Amerikaner frühzeitig informiert
worden ist und es so eine Art Kohl’sches Ehrenwort gab: „Ich rede auch mit
keinem drüber.“ Mir fällt es schwer zu glauben, daß Herr Schily über sein
Wissen weder den Außenminister noch die Geheimdienste oder das Kanzleramt
informiert hat. Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand und, in meinem
Fall, auch dem Instinkt des Strafverteidigers. Frage: Die Große Koalition
verfügt über 73 Prozent der Stimmen im Bundestag. Müssen die
Minderheitenrechte gestärkt werden, damit eine wirksamere Kontrolle möglich
wird? Westerwelle: Keiner hat Regeln
aufgestellt für den Fall, daß die Regierungsparteien über mehr als zwei
Drittel der Sitze verfügen. Deswegen wäre ich sehr dafür, daß die
Voraussetzungen für eine Normenkontrollklage geändert werden, mit der die
Opposition die Rechtmäßigkeit von Gesetzen beim Verfassungsgericht überprüfen
lassen kann. Im Augenblick sind dafür ein Drittel der Stimmen im Bundestag
nötig. Frage: Eine
Normenkontrollklage wäre also nur mit Unterstützung aus den Reihen der
Koalition möglich. Westerwelle: Die
Regierungsfraktionen sollten unseren Vorstoß unterstützen und das festgelegte
Quorum auf 25 Prozent absenken. Das wäre ein Signal, daß sich die Große
Koalition nicht gegen die Opposition einmauern will nach dem Motto „uns kann
keiner“. Frage: Wie stehen die Chancen
dafür? Westerwelle: Im Augenblick
sehe ich wenig Bereitschaft bei der Regierung, sich in dieser Frage zu
bewegen. Wir können immerhin unverändert aktuelle Stunden im Bundestag
beantragen. Wir haben am Ende auch durchgesetzt, daß die FDP als größte
Oppositionsfraktion den Vorsitz im Haushaltsausschuß führt, dem wegen des
Budgetrechts besondere Bedeutung zukommt. Ich will allerdings nicht
verschweigen, daß es dazu schon einiger Gespräche bedurfte. Frage: Sie haben mit der
Kanzlerin darüber geredet? Westerwelle: Ja, und mit
anderen. Was Frau Merkel angeht, habe ich bisher den Eindruck, daß sie sich
noch daran erinnern kann, wie es ist, in der Opposition zu sein. Frage: Das hilft Ihnen aber
wenig, wenn die Regierungsfraktionen bei Plenardebatten erst einmal 40 Minuten
ein Selbstgespräch führen, bevor Sie dann 8 Minuten für die erste Gegenrede
haben. Westerwelle: Das Problem
trifft die Grünen am schärfsten, als kleinste Fraktion dürfen sie nur als
letzte reden, während wir stets als erste auf die Regierung antworten. Wir
hatten vorgeschlagen, die Regelungen zu den Redezeiten großzügiger zu
gestalten, aber da stießen wir auf taube Ohren. Frage: Hat sich mit der Großen
Koalition der Umgang im Parlament auch für die Oppositionsparteien verändert? Westerwelle: So überraschend
es vielleicht klingen mag: Er ist besser geworden. Das gilt auch im persönliche Gesprächsverhältnis der Spitzen von FDP und
Grünen. Ich kann mich mit Frau Künast sehr konstruktiv unterhalten, während
die Möglichkeiten eines Dialogs mit Herrn Fischer immer äußerst bescheiden
waren, was schon an den unterschiedlichen Vorstellungen über
mitteleuropäische Umgangsformen lag. Frage: Liegt das an der neuen
Machtverteilung im Parlament oder an einem Generationenwechsel? Westerwelle: Es ist eher der
Abschied von einem bestimmten pavianösen Macho-Getue. Sobald ein Redner der
Opposition in der vergangenen Legislaturperiode ans Pult trat, hat man
Flegeleien und Respektlosigkeiten auf der Regierungsbank erlebt, mit denen
man in der Schule bei den Kopfnoten durchfallen würde. Herr Fischer und Herr
Schröder gingen demonstrativ mit Mißachtung durch die Bänke und haben sich
Witzchen erzählt. Eigentlich fehlte nur noch, daß Herr Fischer die Füße auf
den Tisch gelegt hätte. Das sind Verhaltensweisen, welche die Herren
vielleicht in ihren Wohngemeinschaften und Studentenbuden antrainiert hatten,
weil sie sich sonst am Kühlschrank in der Küche nicht durchsetzen konnten.
Ich glaube, 95 Prozent der Deutschen haben ein völlig anderes Verständnis von
Umgangsformen. Frage: Sie gelten, zumindest
in der Öffentlichkeit, ebenfalls als Vertreter eines eher rüpelhaften Stils. Westerwelle: Daß ich bei den
Worten nicht immer nur das Florett einsetzen kann, sondern mir auch Säbel und
Keule ein Begriff sein müssen, das gehört in der Demokratie und in
temperamentvollen Debatten des Bundestages dazu. Ich bestreite auch gar
nicht, daß ich mich selbst schon in den Worten vergriffen habe. Aber mir geht
es um allgemeine Umgangsformen, und die sind mir bisher noch von niemandem
ernsthaft bestritten worden. Frage: Joschka Fischers
Auftritte waren jedenfalls sehr originell, „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie
sind ein Arschloch“ ist ein Satz, der Parlamentsgeschichte gemacht hat. Westerwelle: Ich finde diesen
Satz weniger bemerkenswert als den Umstand, wie fasziniert manche
Kommentatoren von seinem Macho-Gehabe waren. Das ganze gipfelte in der
Selbsteinschätzung von Herrn Fischer zu seinem Abschied aus der Politik: „Mit
mir geht der letzte Rock`n Roller.“ Alles, was nach ihm kommt, ist wohl nur
noch Playback. Das kennt man aus der griechischen Antike, daß die Jugend
„unser Verderbnis“ ist. Apo-Opas und Apo-Omas jammern jetzt in den
Feuilletons, daß die „Originale gehen“, weil Abgeordnete den
Bundestagspräsidenten nicht mehr als Arschloch bezeichnen. Nun ja, die Zeiten
haben sich zum Glück geändert. Frage: Sie duzen sich mit
Angela Merkel. Hilft diese Vertrautheit als Oppositionsführer oder macht es
Ihre Aufgabe im Gegenteil eher schwerer? Westerwelle: Angela Merkel und
ich sind uns ja nicht durch Kneipentouren näher gekommen oder indem wir
gemeinsam am Zaun des Kanzleramts gerüttelt und gerufen hätten: „Wir wollen
hier rein!“. Sondern wir sind uns menschlich und politisch näher gekommen,
weil wir uns aufeinander in schwierigster Zeit richtig verlassen konnten. Frage: Das trägt bis heute? Westerwelle: Ich habe schon
den Eindruck, das wir eine Wertschätzung füreinander entwickelt haben, die
bleibt. Ich denke an die Nacht, als wir über unseren Kandidaten für das Amt
des Bundespräsidenten entschieden haben. Sie war sehr einsam in ihrem
Gremium, und so leicht hatte ich es in meiner Partei zum damaligen Zeitpunkt
auch nicht. Hätten wir in der Bundesversammlung Professor Horst Köhler nicht
durchgesetzt oder vielleicht erst im dritten Wahlgang, wäre Frau Merkel nicht
Kanzlerkandidatin geworden, und ich wäre nicht Parteivorsitzender der FDP
geblieben. Wir haben uns in der entscheidenden Sitzung in die Augen gesehen
und gesagt „Wir machen das gemeinsam“. Wenn man einmal in einer solchen
Schicksalsgemeinschaft war, trägt das über viele Differenzen hinweg. Frage: Wie findet es denn
Angela Merkel, wenn Sie sie nun als „erste Bundeskanzlerin einer
sozialdemokratischen Regierung“ bezeichnen? Westerwelle: Aber ich bitte
Sie, ich befinde mich mit diesem Urteil in bester christdemokratischer
Gesellschaft. Mein netter Altersgenosse, der niedersächsische
Ministerpräsident Christian Wulff, hat kürzlich darauf hingewiesen, daß es
früher „Freiheit statt Sozialismus“ hieß, und jetzt „Freiheit und
Sozialismus“. Er hat Recht. Frage: Sie haben zusammen für
einen Regierungswechsel gekämpft, nun ist der eine in der Regierung und der
andere immer noch in der Opposition. Frau Merkel wirkt nicht sehr unzufrieden
mit der jetzigen Lösung. Westerwelle: Ach, ich sehe,
wie begeistert die Abgeordneten der Union den Reden von Ludwig Stiegler
Beifall geben. Und wer sich die Freude gemacht hat, die Mimik und das
Verhalten der Abgeordneten von Union und SPD in der Debatte über das
unappetitliche Gasprom-Engagement von Herrn Schröder zu betrachten, der weiß:
Das ist eine Notgemeinschaft von Wahlverlierern. Frage: Sie glauben nicht, daß
die Große Koalition vier Jahre durchhält? Westerwelle: Ich mache mir gar
keine Illusionen, daß zahllose Vertreter in den Medien und Verbänden der
Großen Koalition im nächsten Jahr erstmal gute Noten ausstellen werden. Denn
nicht einmal die jetzige Regierung wird den zaghaften Wirtschaftsaufschwung
des nächsten Jahres verhindern können, beispielsweise weil Anschaffungen
wegen der folgenden Mehrwertsteuererhöhung vorgezogen werden. Allerdings sage
ich auch voraus: In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2007 werden die
Auftragsbücher dann ziemlich leer bleiben. Diese Große Koalition ist, wie ihre
Vorgängerin Ende der 60er Jahre, eine Übergangsregierung, beide größeren
Parteien haben längst die Zeit danach im Kopf. Frage: Möglicherweise sind
sich Union und SPD viel näher, als Ihnen lieb sein kann. Westerwelle: Ich bezweifele
überhaupt nicht, daß die Union mehrheitlich wieder sozialdemokratisch
orientiert ist. Mit Ausnahme der FDP haben wir jetzt im Bundestag nur noch
Parteien, die sich staatliche Lösungen von Problemen wünschen, und nicht die
freiheitliche und verantwortliche Bürgergesellschaft. Der wohlwollende Staat
ist das Ideal der Mehrheit der Union, der SPD, der Grünen und erst recht der
Linkspartei. Das sind alles Etatisten. Frage: Woher nehmen Sie dann
Ihre fröhliche Zuversicht für einen Politikwechsel? Westerwelle: Der Anteil derer,
die unsere politische Haltung teilen, wird, wie fast alle Wahlen zeigen,
erkennbar größer. Die FDP verliert als einzige der im Bundestag vertretenen
Parteien keine Mitglieder, sondern gewinnt welche. Seit der Bundestagswahl
haben wir 3000 Neumitglieder gewonnen – das ist bei einer Partei, die
insgesamt 65 000 Mitglieder hat, eine ganze Menge. Frage: Das wird aber nicht
reichen, um aus eigener Kraft in die Regierung zu kommen. Westerwelle: Es wäre völlig
verkehrt, jetzt aus dem Ergebnis der Bundestagswahl die Schlußfolgerung zu
ziehen, daß es in Zukunft nur noch Große Koalitionen oder Dreierbündnisse
geben wird. Die Strategie der FDP ist es, in Zeiten, in denen die
Bindungswirkung der beiden größeren Volksparteien nachläßt, selber an
Bindungskraft zu gewinnen und zu wachsen, so daß es für stabile
Zweierkonstellationen reicht. Frage: Mit der Union als
Partner? Westerwelle: Welche
Koalitionsaussage wir auf Bundesebene machen werden, entscheiden wir vor der
nächsten Bundestagswahl. In den Ländern sind sowohl Union als auch SPD, wenn
sie sich freiheitlich und im Sinne der Erneuerung der sozialen
Marktwirtschaft aufstellen, für uns potentielle Partner. Frage: Bei der Bundestagswahl
hat die FDP beinah ein Viertel ihrer Wähler, nämlich 1,1 Millionen Stimmen,
von der CDU/CSU bekommen. Es sieht so aus, daß bei der Union verloren geht,
was Sie und Ihre Leute gewinnen. Westerwelle: Gelegentlich wird
der Eindruck erweckt, als sei das Wahlergebnis eine Laune des Augenblicks,
ein Gnadenakt der Union. Unsinn, hier haben sich eine Million Menschen bewußt
aus inhaltlichen und strategischen Gründen, nämlich unter anderem, weil sie
gegen eine Große Koalition sind, für die Freien Demokraten entschieden. Aus
diesen Wählern dauerhafte Anhänger zu machen, die unsere Haltung teilen, ist
die erste Aufgabe. Die zweite ist, unsere politische Kompetenz zu
verbreitern, damit wir auch für Menschen attraktiv werden, die bislang noch
Grüne, Linkspartei oder SPD wählen. Wir werden uns beispielsweise in den
nächsten Jahren stärker für eine vielfältige Kulturpolitik und eine moderne
Umweltpolitik engagieren. Frage: Das klingt so, als ob
Sie von den Grünen gelernt hätten. Westerwelle: Die Grünen haben
das Problem, daß sie nie ausreichend über die Generation Fischer
hinausgekommen sind. Allmählich bekommen sie eine Ahnung davon, in welch
existentielle Schwierigkeiten sie durch seinen
Weggang geraten. Meinen professionellen Respekt hat Herr Fischer auf
Lebenszeit, er hatte es geschafft, die Grünen attraktiv zu machen über das
Ströbele’sche Kreuzberg-Friedrichshain-Milieu hinaus. Frage: Also durchaus auch ein
Vorbild? Westerwelle: Wenn man in der
Opposition ist, muß man bereit sein, auch eine große Zahl von Gegnern in Kauf
zu nehmen, weil sonst die eigenen Anhänger und Sympathisanten gar nicht
wissen, warum sie sich hinter einem versammeln sollen. Das ist auch mein
Prinzip. Frage: Herr Westerwelle, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. |