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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Berlin,
den 05. Mai 2005 238/05, beim LT eingegagen um 16:32 Mitteilung
an die Presse Benneter: Die Partei der Besserverdienenden ist zurück Zum
Bundesparteitag der FDP erklärt SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter: Guido
Westerwelle hat Glück gehabt. Einzig und allein die Tatsache, dass man sich
auf keinen Anderen einigen konnte, wird ihm heute den Bundesvorsitz der FDP
sichern. Die liberalen Altgranden Genscher, Lambsdorff und Co. Warten ab und
lästern im Hintergrund. Wolfgang Gerhardt lässt Guido Westerwelle allein auf
seinem Tandem sitzen und radelt in die eigene Richtung davon. Programmatisch
hat Gerhardt das Ruder übernommen. Der Spaß ist vorbei! Die Partei der
Besserverdienenden ist zurück: Die FDP will das Ende von Solidarität und
Gerechtigkeit im Steuerrecht, das Ende der Solidarität in den Sozialsystemen
und die Wiedereinführung des "Faustrechts" auf dem Arbeitsmarkt. Wie
gut Programm und Personen in der FDP zusammen passen, zeigt ihr Spitzenkandidat
in NRW, Ingo Wolf, der auch Florida-Rolf genannt wird. Getreu dem Motto
"wer Geld hat, soll nicht auch noch Steuern zahlen", will Wolf die
Steuern für Topverdiener kräftig absenken. Dieses Geld will er am liebsten
bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Steinkohlebergbau sparen, ohne
Rücksicht auf deren Familien und ihre Zukunft. Das
Steuermodell der FDP hätte Einnahmeausfälle in Höhe von mehr als 30 Mrd. Euro
zur Folge. Dies würde entweder deutlich höhere Schulden oder ein Niveau an
Sozialleistungen zur Folge haben, das ein würdevolles Leben für denjenigen,
der der Solidarität bedarf, nicht mehr möglich macht. Wenn
der Spaßvorsitzende Westerwelle mal ernst machen möchte, misslingt dies in
der Regel ordentlich. Mit seiner Gewerkschaftsschelte hat er sich auch in der
eigenen Partei in die Nesseln gesetzt. Niemand, noch nicht einmal die
Arbeitgeberverbände, stellen die wichtige Rolle der Gewerkschaften für den
sozialen Frieden und den Wohlstand in Deutschland in Frage. Nur Guido
Westerwelle. Wäre
die FDP nicht der Wunsch-Partner der Union, könnte einem all dies herzlich
egal sein. Aber man muss die CDU an ihrem potenziellen Partner messen: Wer
schwarz-gelb wählt, bekommt den Marktradikalismus der FDP. Auch wenn Merkel
schweigt und Rüttgers zaudert. -- E-Mail-Service
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