Berlin, den 19. November 2002 500/02 Mitteilung für die Presse Fürchterliche Entgleisung SPD-Generalsekretär Olaf Scholz verurteilt Lafontaines Vergleich mit Brüning-Politik in der Bild-Zeitung aufs Schärfste: Als "fürchterliche Entgleisung" bezeichnet SPD-Generalsekretär Olaf Scholz den von Oskar Lafontaine hergestellten Vergleich zwischen Bundeskanzler Schröder und Reichskanzler Brüning. Wer solche unsäglich falschen Behauptungen aufstellt, darf sich nicht wundern, dass am nächsten Tag Herr Baring diese ignoranten Aussagen aufgreift, bedauert, dass heute für Deutschland keine Notverordnungen möglich sind und das gesamte demokratische Staatswesen auf den Prüfstand stellen will. Eine Deflationsgefahr wird von niemandem ernsthaft gesehen. Es ist absolut unangemessen, die vernünftige und gerechte Politik Gerhard Schröders mit einem Mann zu vergleichen, der in der Weimarer Republik durch seine Deflationspolitik großen Schaden angerichtet hat. Lafontaines Sicht ist übrigens auch ökonomischer Blödsinn, denn parallel zur Konsolidierung der Staatsfinanzen sorgt die SPD dafür, dass die Investitionstätigkeit des Bundes im nächsten Jahr von 22,9 Mrd. auf 29 Mrd. ansteigt. Die demokratischen Institutionen sind in Deutschland voll funktionsfähig und wir sollten uns davor hüten einem populistischen Antiparlamentarismus durch unbedachte Äußerungen Vorschub zu leisten. Mit seinen jetzt getroffenen Aussagen disqualifiziert Lafontaine sich endgültig selbst. E-Mail-Service der SPD-Pressestelle 10911 Berlin, Tel.: 030 25991-300 Fax: 030 25991-507