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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Von der Website der Bundesregierung am 17.
August 2005 zu „Familienpolitik“. Titel der Redaktion des Liberalen Tagebuches: Sieben Konzeptkünstler wie Hartz und Rürup
Wie kann eine Balance zwischen Familie und
Arbeitswelt hergestellt werden? Empfehlungen gibt der 7. Familienbericht, der
Bundesfamilienministerin Renate Schmidt von der Sachverständigenkommission
überreicht wurde. Unter dem Titel "Familien zwischen Flexibilität und
Verlässlichkeit" haben sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Perspektiven für
eine lebenslaufbezogene Familienpolitik erarbeitet. "Eine nachhaltige Familienpolitik umfasst eine gute
Infrastruktur, familienorientierte Arbeitszeitpolitik und effiziente
Geldleistungen", sagte Bundesfamilienministerin Schmidt am 16. August. Familienministerin Schmidt nannte den Bericht eine
"Plattform für gesellschaftliches Handeln". Die Vorschläge seien
mitunter "visionär" und sie wünsche sich eine ernsthafte Debatte
über diese Konzepte. Breitgefächerter Gestaltungs-Mix Ziel sei es, Deutschland zu einem der familienfreundlichsten
Länder Europas zu machen, betonte Schmidt. Die Ministerin nannte hierzu unter
anderem folgende Zielsetzungen: ·
Ausbau der Kinderbetreuung, wozu als nächste Schritte ein
Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Kindergartenplatz ab zwei Jahren und
perspektivisch die schrittweise Einführung der Gebührenfreiheit von
Kindertagesstätten gehören - bei ausreichender Unterstützung der Kommunen. ·
Weiterentwicklung des bisherigen Erziehungsgeldes zu einem
einjährigen Elterngeld als Einkommensersatz ab 2008 (67 Prozent des letzten
Nettoeinkommens, höchstens 1.800 Euro) ·
Reduzierung von Armutsrisiken von Familien und Kindern
durch einen Kinderzuschlag zum Einkommen, um Anreize zur Erwerbstätigkeit von
Eltern zu erhöhen. ·
Bündelung der unübersichtlichen Geldleistungen der
Familienförderung. Perspektivisch sollen die unterschiedlichen
familienbezogenen Leistungen, die bislang auf verschiedene staatliche Träger
verteilt sind, in einer Familienkasse zusammengeführt werden. Ein erster
Schritt wird ein zentraler Internet-Service - ein Familienwegweiser - sein,
der in Kürze freigeschaltet wird. ·
Ausbau der Familienfreundlichkeit der Arbeitswelt, woran
immer mehr deutsche Unternehmen - auf freiwilliger Basis - im Rahmen der
"Allianz für die Familie" bereits teilnehmen. ·
Initiierung weiterer lokaler Bündnisse aus Kommunen,
Kammern, Verbänden, Wirtschaft und sozialen Organisationen zur Schaffung
attraktiver Lebensbedingungen für Familien. Ergänzung 26. Dezember
2005: Die konzeptionelle Stärke der vorstehenden Ideen ist einfach umwerfend.
Hätte schon vor 2000 Jahren eine Partei wie die SPD gewürgt, wäre
möglicherweise die Welt längst untergangen. Erstunken an Klimagasen oder
einfach nur sozialdegeneriert. Unfassbäre, wäre die SPD seit Adam und Eva „an
der Macht“. Nun, viel besser ist die CDU/CSU auch nicht Elterngeld verbessert Situation junger
Familien Der Vorsitzende des Gremiums, Professor Hans Bertram von
der Berliner Humboldt-Universität, nannte Familienpolitik eine
"Investition in die Zukunft". Dazu habe man Handlungsempfehlungen
für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Nicht Einzelinstrumente
seien sinnvoll, sondern ein ganzer Maßnahmen-Mix. Bertram begrüßte das von
Familienministerin Schmidt angestrebte Elterngeld als wirksame Maßnahme zur
Begegnung des "Achterbahn-Effekts" bei der Finanzausstattung junger
Familien infolge der Geburt von Kindern. Im Lebensverlauf müsse neben der Arbeit mehr Raum für
Freistellungen sein, um sich der Familienarbeit, der Bildung oder sozialem
Engagement widmen zu können, erklärte Kommissionsmitglied Helga Krüger,
Professorin für Soziologie an der Universität Bremen. Man müsse sich von der
Vorstellung verabschieden, dass normale Berufsverläufe keine Unterbrechungen
enthielten. Die Bundesregierung wird zum 7. Familienbericht nunmehr
ihre schriftliche Stellungnahme erarbeiten und zusammen mit dem Bericht dann
dem Deutschen Bundestag vorlegen. Nach der Befassung der Abgeordneten wird
der Bericht veröffentlicht. Die Bundesregierung ist verpflichtet, in jeder zweiten
Legislaturperiode einen Bericht über die Lage der Familien vorzulegen. Die von
Ministerin Renate Schmidt im Februar 2003 berufene Kommission aus sieben
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat bereits im Entstehungsprozess
des Berichtes durch Workshops sowie durch 74 externe Expertisen wichtiger
gesellschaftlicher Kräfte einen offenen Dialog und eine intensive Diskussion
über die notwendigen Handlungsfelder geführt. Darüber hinaus haben Mitglieder
der Kommission im Kontext der "Allianz für die Familie" Beiträge
veröffentlicht, die im Internet unter der Adresse www.bmfsfj.de und im
Newsletter "Zukunft Familie" unter derselben Adresse nachzulesen
sind. |