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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Günter Rexrodt: Zum Eingeständnis von Bundesfinanzminister
Eichel, die Defizitgrenze von drei Prozent zu überschreiten: Eichel muss gehen. 17. Oktober 2002 Finanzminister Eichel sollte dem neuen Kabinett nicht mehr
angehören. Wer wie er immer wieder die Fakten verschwiegen und
Volksverdummung betrieben hat, ist nicht mehr tragbar. Das Überschreiten der
Defizitgrenze von drei Prozent ist ein finanzpolitischer Offenbarungseid und
gleichzusetzen mit einer rot-grünen Bankrotterklärung in der
Haushaltspolitik. Die Tinte unter dem neuen Koalitionsvertrag ist noch nicht
trocken, da kommt Bundesfinanzminister Eichel mit der Wahrheit heraus. Ein
weiteres Mal ist der Wähler betrogen worden. Die Zeit des Tarnens und
Täuschens rot-grüner Regierungspolitik muss endlich ein Ende haben - auch in
der Person des Bundesfinanzministers. Aus dem ehemaligen
Stabilitäts-Musterschüler Deutschland ist unter rot-grüner Verantwortung ein
Sitzenbleiber geworden. Die in Paragraph eins des Stabilitäts- und
Wachstumsgesetzes formulierten Ziele, wie hoher Beschäftigungsgrad sowie
stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, werden regelmäßig verfehlt. Die EU-Kommission hat Deutschland immer wieder
aufgefordert, die falsche Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsmarktpolitik zu
korrigieren. Ebenso hat die EU-Kommission die Reform des Gesundheitssystems,
die Deregulierung des Arbeitsmarktes und die Reform der Sozialleistungssysteme
angemahnt. Das Ergebnis ist bekannt. Rot-Grün hat in diesen Bereichen nichts
getan bzw. die Rahmenbedingungen in Deutschland verschlechtert. Die Probleme
sind hausgemacht, Deutschland befindet sich in einer äußerst prekären
Finanzsituation. Der von Rot-Grün gerade verabschiedete Koalitionsvertrag
bietet auch keinen Anlass zur Hoffnung. |