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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung Originaldokumente
aus „Das Liberale Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Arbeitslosenversicherung von 6,5% auf 4,5%
senken. Die FDP schlägt eine unverzügliche Absenkung des
Beitragssatzes in der Arbeitslosenversicherung von 6,5% auf 4,5% vor. Falsch wäre allerdings, dieses Ziel mit einer
Mehrwertsteuererhöhung zu verbinden. Denn eine Mehrwertsteuererhöhung führt zu
neuen Belastungen für viele Bürger und Unternehmen und würde – auch in der
psychologischen Wirkung – die positiven Effekte einer Senkung des Beitrags
zur Arbeitslosenversicherung neutralisieren. Bei der gegenwärtigen
Wachstumsschwäche kommt es darauf an, das Vertrauen von Bürgern und
Unternehmen zurück zu gewinnen, um so Impulse für Investitionen und neue
Arbeitsplätze auszulösen. Die FDP fordert eine völlige Neuordnung der Bundesagentur
für Arbeit. Notwendig ist eine sorgfältige Überprüfung der arbeitsmarktpolitischen
Instrumente auf nachweisbaren Nutzen für die Arbeitsuchenden. Maßnahmen, die
sich als untauglich erwiesen haben, wie beispielsweise die
Personal-Service-Agenturen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Ich-AG werden
abgeschafft. Durch Hartz IV entstandene Doppelstrukturen auf Verwaltungsebene
zwischen Arbeitsagenturen und Kommunen werden beseitigt. Insgesamt sind so
Einsparungen von mehr als 15 Milliarden Euro zu erreichen. Damit ist eine
Beitragssatzsenkung von 6,5% auf 4,5% rechnerisch möglich und verantwortbar
zu gestalten. Bei vollständiger Umsetzung des FDP-Konzepts sind weitere
Einsparungen durch Effizienzgewinne in gleicher Höhe zu erzielen. Die FDP zeigt den Weg klar auf: Durch eine Neuausrichtung
der Arbeitsmarktpolitik und strukturelle Veränderungen bei der Bundesagentur
für Arbeit erreichen wir eine Entlastung des Faktors Arbeit – für Wachstum
und mehr Arbeitsplätze in Deutschland. Eine organisatorische Neuausrichtung
der Arbeitslosenvermittlung schafft eine schnellere und dauerhafte Integration
von Arbeitsuchenden in den ersten Arbeitsmarkt. Eine Mehrwertsteuererhöhung
ist nicht nur nicht nötig, sondern bewirkt das Gegenteil: Sie gefährdet den
Druck auf die dringend erforderlichen Strukturveränderungen bei der
Bundesagentur für Arbeit.“ Zusammenstellung der finanziellen
Auswirkungen bei Umsetzung des FDP-Konzepts zur Neuordnung der Bundesagentur
für Arbeit Es sind Einsparungen von 7,4 Mrd. € notwenig, um eine
Beitragssenkung von einem Prozentpunkt bei der Arbeitslosenversicherung zu erreichen.
Die Vorschläge der FDP zeigen: Eine Beitragssatzsenkung von 6,5% auf 4,5% ist durch
strukturelle Veränderungen bei der Bundesagentur für Arbeit ohne
Mehrwertsteuererhöhung möglich. Haushalt der BA 2005: 57,960
Mrd. € Davon Leistungen der aktiven Arbeitsförderung nur 14,100 Mrd. € gestrichen werden (1): Personal-Service-Agenturen 0,250 Mrd. € ABM-Zuschüsse 0,315 Mrd. € Ich-AG 1,100 Mrd. € Altersteilzeit 1,000 Mrd. € Überprüfung weiterer arbeitsmarktpolitischer Weitere Einsparpotenziale bei der BA Aussteuerungsbetrag (3) 6,700 Mrd. € Abbau doppelter Verwaltungsstrukturen bei BA und Ergibt insgesamt Einsparungen von 15,365 Mrd. € Die FDP hat darüber hinaus ein Konzept vorgelegt, bei
dessen vollständiger Umsetzung weitere Einsparungen in gleicher Höhe erzielt
werden können. Dieses sieht eine völlige Neuordnung der Arbeitsmarktpolitik vor:
Die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jetzigen Form wird aufgelöst und ihre
Aufgaben in einem Drei-Säulen-Modell neu geordnet.
Die Umsetzung des Konzepts würde eine weitere Senkung des
Beitrags zur Arbeitslosenversicherung möglich machen durch die mit einer
Beitragssatzsenkung, schnellerer Vermittlung und durch Wegfall der
Restriktionen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes verbundenen
Beschäftigungseffekte, Effizienzgewinne durch Angleichung der Arbeitszeiten
von 38,5 auf 40 Stunden durch Übertritt der BA-Mitarbeiter in den Dienst der
Kommunen und durch den Wegfall des Bundeszuschusses an die BA. Erläuterungen zur Tabelle: (1)
Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, die gestrichen
werden: (2)
Überprüfung weiterer arbeitsmarktpolitischer Instrumente (3)
Aussteuerungsbetrag (4)
Abbau doppelter Verwaltungsstrukturen bei BA und Kommune |