D a s   L i b e r a l e   T a g e b u c h

Sammlung Originaldokumente aus „Das Liberale Tagebuch“, http://www.dr-trier.de

 

 

 

Kommentar: Hervorhebung “fett“ im vorletzten Absatz durch die LT-Redaktion.

 

Im übrigen aber durchzieht den Beitrag eine unverständliche Verklärung. Einerseits sind die Verhältnisse in anderen Ländern mit den deutschen nicht zu vergleichen und andererseits haben sich die Gewerkschaften – trotz oder gar wegen der CDU/CSU – seit den 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts aktiv, positiv für Sozialismus entschieden. Besser: Es sich erlauben können, Sozialismus unverdrossen zu vertreten. Und politisch durch die SPD „abgesichert“.

 

Eine wichtige Komponente der Strategie in Richtung Sozialismus: Systemüberwindung durch Systemsprengung – in der Praxis also die ganz normale Strategie der Verelendung (Deutschland: Auf hohem Niveau) von Kommunisten jahrzehntelang mit Erfolg auf der ganzen Welt praktiziert. Dass aus der - kurzen - Sicht vieler Lohnempfänger die Verelendungsstrategie auch Vorteile hat, liegt auf der Hand; schließlich gibt es noch für jede Entscheidung im realen Leben nicht nur die Schwarz-Weiß-Alternative.

 

Problem und Vorwurf an die CDU/CSU: Wenn überhaupt, nicht früher gesehen zu haben, dass bei sozialistischer Segregation in die Gewerkschaften (trotz Streikquorum 75%) das sozialistische Anliegen mit mehr Effektivität verfolgt werden kann.

 

Es gibt nach der Verfassung die Koalitionsfreiheit. In Deutschland ist alles Mögliche, vielfach widersprüchlich, reglementiert. So gibt es die Pflicht der Kammerzugehörigkeit (Handwerk, Industrie, freie Berufe) und vor allem die Pflicht Lebensrisiken (Gesundheit, Rente, Arbeit) in gesetzlich definierten Organisationen zu versichern. Aber es besteht nicht die Pflicht einer Berufsorganisation der Lohnempfänger, die, über das Gemeinwohl hinaus, sehr wohl gemeinsame, partikuläre Interessen haben.

 

Konservatives Betondenken. Besonders ärgerlich, weil es im Gewand von sozialer Marktwirtschaft, Sozialstaat, u.ä., pseudo-liberal, daherkommt.

 

Und jetzt? Natürlich haben wir ein Dilemma: Denn (auch) der liberale Vorschlaghammer kann nur zerstören. Geduld und damit Zeit sind unverzichtbar, derweil die Schwächsten die Gekniffenen sind.

 

Warum so grundsätzlich? Weil wir hier Probleme haben, die tief im Grundsätzlichem ihre Wurzel haben. Und diesen Laissez-Faire muss jemand doch verantworten: Das ist die CDU/CSU mit jahrelangem Anteil von 40% am politischen Markt.

 

Problem Nr. 1 im Deutschland des Jahres 2004: Trotz Regierungsdesaster-Grünrot bis heute, den 9. Juli 2004, haben Sozialisten, stabil seit vielen Monaten, noch immer 42% in den Meinungsumfragen. Bei der bekannten Aggressivität, vielfach Fanatismus, massiver Besessenheit, ein Zuckerschlecken?

 

Lesen Sie, also, vor dem Hintergrund des einführenden Kommentars den folgenden Beitrag:

 

 

 

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