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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Ulrike Fach zu den Ergebnissen des PISA-Bundesländervergleiches,
14.07.2005 Die
PISA-Länderuntersuchung zeigt, dass die eingeleiteten Reformen zu langsam, zu
zaghaft und zum Teil an der falschen Stelle ansetzen. Besonders schwach sind
nach wie vor die Länder mit hohem Migrantenanteil, hoher Arbeitslosigkeit und
hoher Verschuldung. Es ist
unsinnig, die Diskussion nun wieder auf die Frage einer frühen Trennung in
weiterführende Schulformen zu verengen. Entscheidend ist vielmehr die frühe
individuelle Förderung von Kindern. Die internationale PISA-Auswertung hat
gezeigt, dass langes gemeinsames Lernen ein Erfolgsfaktor sein kann
(Finnland), aber dazu gehören auch Leistungsorientierung, höhere Bildungsausgaben,
Anerkennung des Lehrerberufes und individuelle Betreuung. Nur wenn dies
zusammenkommt, sind die Erfolgschancen eines Bildungssystems hoch. In
Deutschland sind wir in allen Faktoren schwach. Es ist deshalb dringend
notwendig, die völlig unstrukturierten und unkoordinierten Reformen der
Bundesländer zu bündeln, gemeinsame Ziele zu definieren und entschlossen
umzusetzen. Dabei muss ein Schwerpunkt die Förderung benachteiligter Gruppen
am Start sein. Wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, darf nicht
eingeschult werden, sondern muss Förderung erhalten. Das bedeutet
Chancengleichheit am Start, aber nicht Ergebnisgleichheit am
Schulende. Leider
zeichnet sich ab, dass sich wieder jedes Land und jeder Verband das aus der
PISA-Studie herausliest, was die eigene Schulpolitik unterstützt. Die
bürokratischen Monstren von Bildungsstandards, die nach der ersten
PISA-Untersuchung von der Kultusministerkonferenz beschlossen wurden, zeigen,
wie man es nicht machen sollte. |