D a s L i b e r a l e T a g e b u c h |
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Sammlung
Originaldokumente aus Das Liberale Tagebuch, (http://www.dr-trier.de) |
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PRESSEDIENST Bundesvorstand Pressestelle Nr.
60/02 Datum:
17. Mai 2002 Bütikofer:
Das Problem der FDP heisst
nicht Karsli, sondern
Möllemann Zu den
Äußerungen des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann anlässlich
der öffentlichen Kritik an der Aufnahme von Jamal Karsli in die FDP erklärt
Reinhard Bütikofer, Politischer Bundesgeschäftsführer der FDP: "Herr
Möllemann versucht gegenwärtig, die öffentliche Kritik an der Aufnahme Jamal
Karslis in die FDP zu unterlaufen, zu relativieren und zu diskreditieren.
Dabei bedient er sich wissentlich der Unwahrheit und Demagogie. Entgegen den
Einlassungen von Herrn Möllemann hat sich Herr Karsli bisher keineswegs für
seine antisemitischen Äußerungen entschuldigt. Karsli hat im Gegenteil seine
Rede von der angeblichen zionistischen Weltverschwörung, die die Medien
beherrsche, auf Nachfragen noch bekräftigt. Die
Verlogenheit des Jürgen Möllemann hat bereits Methode. Er selbst hat bis zum
heutigen Tage seine Äußerung, in der er Verständnis für palästinensische
Selbstmordattentäter zeigte, nicht korrigiert, geschweige sich dafür
entschuldigt. In seiner Parteitagsrede hat er erneut jede differenzierte
Bewertung des Nahost-Konfliktes tunlichst unterlassen, sondern wiederum
völlig einseitig die israelische Seite kritisiert. Er fand kein Wort der
Kritik an Arafat. In einer Äußerung vom heutigen Tage behauptet Herr
Möllemann, dass "Drama im Nahen Osten" werde "durch die
israelische Regierung verursacht". Eindeutiger antiisraelisch geht es
nicht. Was gilt da noch der FDP-Parteitagsbeschluss? Gekrönt
hat Jürgen Möllemann heute seine Kampagne mit dem Vorwurf an Michel
Friedmann, den Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden, dieser wolle durch
seine Kritik an Karsli und dessen Aufnahme in die FDP von der Verantwortung
Israels im Nahen Osten ablenken. Das geht nun nur noch der Melodie: Juden
dürfen hier Anstisemitismus nicht kritisieren, denn Juden sind (im Nahen
Osten) die Verursacher des Problems. Wer stoppt in der FDP eigentlich
Möllemann? Wer in der FDP kümmert sich um die fatalen Konsequenzen seines
Treibens für unsere jüdischen Mitbürger, die sich zunehmend mit Ressentiments
und feindseliger Stimmung auseinandersetzen müssen? Das eigentliche Problem der FDP heisst nicht Jarmal Karsli. Es heisst Jürgen Möllemann, der mit augenzwinkerndem Antisemitismus um zweifelhaften Zuspruch buhlt (Hervorhebung, das Liberale Tagebuch). Scheinbar reicht aber die Autorität des FDP-Vorsitzenden Westerwelle nicht aus, um diesem ungeheuerlichen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Oder begreift Herr Westerwelle nicht, um was es geht?" |