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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Aus Anlass der sog. Integrationsgipfels der Bundesregierung Die FDP im Deutschen Bundestag: Sofortmaßnahmen 2006 für eine erfolgreiche
Integrationspolitik
1.) Erfolgreiche Einbürgerung als
Integrationsziel definieren Voraussetzung einer Einbürgerung ist die gelungene
Integration. Die Integrationskurse dienen deshalb auch zur Vorbereitung der
Einbürgerung. 2.) Stundenzahl der Integrationskurse
erhöhen Insbesondere bei den Zielgruppenangeboten für Jugendliche,
Frauen/Eltern und Analphabeten reichen 600 Stunden Deutschunterricht i.d.R.
nicht aus, um ausreichende Deutschkenntnisse zu vermitteln. Deshalb ist für
diese Angebote eine Aufstockung des Stundenkontingents auf mindestens 900
Stunden unerlässlich. Notwendig wäre die Wiedereinführung des Stundenkontingentes
von 1.200 Stunden, wie es bis zum Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes
bestand. Die vorgesehene Stundenzahl von 30 Stunden für Orientierungskurse
(Landeskunde, Rechtssystem, Kultur etc.), hat sich als nicht ausreichend
herausgestellt. Hier sollte ebenfalls auf die Regelung vor Inkrafttreten des
Zuwanderungsgesetzes zurückgegriffen und die Stundenzahl wieder auf 60
Stunden erhöht werden. 3.) Allianz von Bildungs- und
Familienpolitik Die Entwicklung des letzten Kindergartenjahrs vor der
Einschulung ist so schnell wie möglich zu einem für die Eltern kostenfreien
Angebot, um hierdurch einen größeren Anreiz zum Besuch des Kindergartens zu
geben. Gerade die Kindertageseinrichtungen müssen in besonderem Maße zur
Integration von Migrantinnen und Migranten und zur Vermittlung sprachlicher
Kompetenz beitragen. Hierbei ist die Verstärkung der Möglichkeit, Eltern, insbesondere
Mütter von Kindern mit Migrationshintergrund, durch ein gezieltes Angebot von
Sprachkursen in die sprachliche Integration einzubeziehen, zu fördern. 4.) Verpflichtende Sprachdiagnosen
einführen Die Einführung von verbindlichen Diagnosen mit
Sprachstandserhebungen zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr ist für alle Kinder
voranzutreiben. Diese Sprachtests ermöglichen es, sofortige Fördermaßnahmen
einzuleiten, die dem Entwicklungsstand jedes Kindes gerecht werden. Die
Bundesländer werden aufgefordert, Kindern, die bei der Sprachstandserhebung erhebliche
Mängel aufweisen, angemessene Förderung zukommen zu lassen, um sicher zu stellen,
dass möglichst alle Kinder nach der Einschulung dem Unterricht der ersten
Klasse in Deutscher Sprache folgen können. 5.) Bundeszentrale für politische Bildung
für Integration nutzen Ein neuer Schwerpunkt der Weiterbildungsprogramme der
Bundeszentrale für politische Bildung für Lehrer, vor allem Grund- und
Hauptschullehrer, soll die Migrationsproblematik werden. Der Bund kann hier
mit Angeboten schnell selbst aktiv werden. 6.) Praktische Kompetenzen der Betriebe nutzen –
Jugendlichen eine zweite Chance geben Betriebspatenschaften
Schule-Wirtschaft fördern, um so auch den Jugendlichen, die über keinen
ausreichenden Schulabschluss verfügen, eine zweite Chance zu geben. Das BMBFFörderprogramm
„Job-Starter“ muss in dieser Richtung erweitert werden. Vorbildlich: In Nordrhein-Westfalen
wurde das "Werkstattjahr" für Jugendliche gestartet, die den Schulabschluss
nicht schaffen, aber praktische Qualitäten besitzen. |